Führung ist nicht das Halten der Zügel
- Gordon Lagojannis

- 17. Jan. 2025
- 2 Min. Lesezeit
„Führung ist nicht das Halten der Zügel, sondern das gemeinsame Entdecken neuer Wege.“ Dieses Bild beschreibt für mich die Essenz moderner Führung und passt wunderbar zu einer Erfahrung, die ich während meiner Trainerassistenz im NLP-Practitioner gemacht habe.
Meine 18 Tage in der Trainerassistenz waren ein tiefgehender, selbstentfaltender Prozess – für alle Beteiligten. Es ging nicht nur darum, Modelle und Techniken zu vermitteln, sondern vor allem darum, zu erleben, wie die TeilnehmerInnen diese in ihre eigene Haltung integrierten und dabei neue Perspektiven entwickelten. Jeder Schritt in diesem Prozess verdeutlichte, dass Führung weit über das reine Anleiten hinausgeht. Sie entfaltet sich vielmehr, wenn ein unterstützender Raum geschaffen wird, in dem Menschen ihr Potenzial entfalten und gemeinsam wachsen können.
Führung als emergenter Prozess
Traditionelle Führung wird oft mit Kontrolle und Hierarchie gleichgesetzt – mit dem „Halten der Zügel“, um sicherzustellen, dass alles in geregelten Bahnen verläuft. Doch in einer Welt, die von Komplexität, Wandel und Unsicherheit geprägt ist, wird ein anderer Ansatz benötigt: emergente Führung.
Emergente Führung bedeutet, dass Führung nicht von oben verordnet wird, sondern in der Interaktion zwischen Menschen entsteht. Es ist ein dynamischer, oft überraschender Prozess, bei dem sich Fähigkeiten, Talente und kreative Lösungen entfalten können, weil ein Raum der Ermutigung und Unterstützung geschaffen wurde.
Während der NLP-Trainerassistenz zeigte sich genau das: Führung entstand dort, wo Menschen sich gegenseitig inspirierten, voneinander lernten und gemeinsam an einem größeren Ziel arbeiteten. Sie war nicht das Resultat eines vorab festgelegten Plans, sondern eines gemeinsamen Prozesses, der sich organisch entwickelte.
Veränderung durch gemeinsames Lernen
Ein zentraler Bestandteil von Führung ist die Fähigkeit, Veränderung zu ermöglichen – bei sich selbst und bei anderen. Veränderung ist jedoch kein linearer Prozess, den man „managen“ kann. Sie entsteht durch persönliche Einsichten, durch das Erproben neuer Perspektiven und durch die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen.
In den 18 Tagen der Trainerassistenz war Veränderung allgegenwärtig: Die TeilnehmerInnen eigneten sich nicht nur neue Techniken an, sondern sie nutzten diese, um sich selbst weiterzuentwickeln. Sie ließen alte Denkmuster hinter sich, entdeckten neue Ressourcen in sich und erlebten, wie bereichernd es ist, in einer Gruppe an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten.
Das alles wurde möglich, weil der Rahmen stimmte: Eine Umgebung, die Sicherheit und Vertrauen bot, und gleichzeitig die Freiheit, Neues zu erkunden. Es zeigte sich, dass Veränderung kein Zustand ist, den man „erreicht“, sondern ein lebendiger Prozess, den man gemeinsam gestaltet.
Neue Wege entstehen im Gehen
Diese Erfahrung hat mir einmal mehr gezeigt, dass Führung nicht darin besteht, die Richtung allein vorzugeben, sondern darin, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen gemeinsam Wege finden. Es ist das gemeinsame Entdecken neuer Möglichkeiten, das Führung wirksam macht – sei es in einem Seminar, im Unternehmen oder in anderen Lebensbereichen.
Emergenz, Veränderung und Führung sind untrennbar miteinander verbunden. Sie fordern von uns, Kontrolle loszulassen, zuzuhören, zu beobachten und den Mut zu haben, Unbekanntes zuzulassen. Nur so können wir gemeinsam wachsen und neue Wege finden, die wir uns zuvor vielleicht nicht einmal hätten vorstellen können.



Was für ein fantastischer Artikel! Die Art und Weise, wie hier die komplexen Zusammenhänge von Blende und Schärfe erklärt werden, ist exzellent. Das hat mich an die Herausforderung erinnert, bei schlechten Lichtverhältnissen mit offener Blende zu fotografieren, wo die Schärfentiefe minimal ist. Um sicherzustellen, dass der Fokus exakt sitzt, hilft mir eine App zur Berechnung der Schärfentiefe. Sie gibt mir die Sicherheit, die ich für eine gelungene Aufnahme brauche.